Wahrnehmung * Spiegelneuronen

Mo, Mrz 8, 2010

Kommunikation

Wahrnehmung

Persönliche Ausstrahlung, oder – wie andere wahrnehmen, wie Sie „gerade drauf sind“

Kennen Sie das? Jemand steht vor Ihnen, spricht über Dinge – und sie haben das deutliche Gefühl „hier stimmt etwas nicht“. Sie zweifeln an der Richtigkeit der Information, weil sie gewisse Dissonanzen (Miss-Töne) zwischen dem Inhalt und der persönlichen Wirkung wahrnehmen. D.h., auf der nonverbalen Ebene sendet der Redner Botschaften, die nicht zu den gewählten Worten passen, und die auf der unbewussten Ebene vom Beobachter aufgenommen werden.

Was die Neurobiologie mittlerweile erforscht hat ist: jede Unsicherheit, die ein Mensch im Inneren spürt, wirkt nach außen. Anspannung verändert z.B. die Muskelkontraktion, die Atmung, die Durchblutung, die gesamte Körperhaltung. Untersuchungen von sog. *Spiegelneuronen -den Teilen im Gehirn, die das Einfühlungsvermögen in andere Menschen ermöglichen- spiegeln das Beobachtete als neuronales Erregungsmuster wieder. Was wir als nonverbale Information aufnehmen, wird vom eigenen Körper kurzfristig –unbewusst- als Erregungsmuster aufgenommen.

Daraus werden evtl. Schlussfolgerungen gezogen, die Auswirkungen auf künftige Interaktionen haben können. Manchmal taucht bei spürbarer Inkongruenz (Unstimmigkeit zwischen verbaler und nonverbaler Information) die Frage auf: „Kann ich dieser Person vertrauen?“ – und in der Konsequenz fällt möglicherweise eine Entscheidung, welche vertraulichen Informationen künftig besser zurückgehalten oder sehr vorsichtig dosiert werden sollten. Im positiven Sinne funktioniert es ebenso, dass man einen Vertrauensbonus gewährt, wenn ein Mensch eine hohe Vertrauenswürdigkeit ausstrahlt.

Wie viel überraschendes Wahrnehmungspotenzial Spiegelneuronen ermöglichen, welche Schlussfolgerungen wir daraus ziehen können, und wie wir diese Informationen im Beruf nutzen können, erfahren Sie im Seminar „fit4management“ vom 23.-26. Juni 2010 in Darmstadt. Fordern Sie die ausführliche Beschreibung dazu an per E-Mail: marion.hahn@brainbreeze.de

*Spiegelneurone (auch: Spiegelneuronen) sind Nervenzellen, die im Gehirn während der Betrachtung eines Vorgangs die gleichen Potenziale auslösen, wie sie entstünden, wenn dieser Vorgang nicht bloß (passiv) betrachtet, sondern (aktiv) gestaltet würde. Diese Zellen wurden vom Italiener Giacomo Rizzolatti und seinen Mitarbeitern 1995 bei Affen im Tierversuch entdeckt (Quelle: Wikipedia)

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